Das Leistungsspektrum

Kontinenz- und Beckenboden­zentrum

Kontinenz- und Beckenbodenzentrum

Wir kümmern uns jeden Tag um Menschen, die das gleiche Problem haben wie Sie. In Deutschland gibt es mehr als 8 Millionen von Blasenschwäche und Beckenbodensenkung betroffene Menschen. Im Zollernalbkreis sind dies etwa 20.000 Betroffene. Die Inkontinenz zählt zu den Volkskrankheiten, ist aber leider immer noch ein Tabuthema, und deshalb gehen aus Scham nur 15 bis 30 Prozent der Betroffenen nach jahrelangem Leidensweg zum Arzt. Dabei könnten 9 von 10 Patienten geheilt oder erfolgreich therapiert werden.

Senkung und Inkontinenz können medizinische, hygienische, soziale und psychische Beschwerden hervorrufen. Doch werden sie behandelt, kann sogar die Einweisung in ein Pflegeheim verhindert werden.

Wieder­erlangung der Lebensqualität
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Unsere Kliniken
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Inkontinenz­formen
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Untersuchungen
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Konservative Therapie
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Operative Therapie
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Unser Wunsch

Wir wollen, dass unsere Patientinnen und Patienten durch eine optimale Behandlung ihre Lebensqualität wieder erlangen.
Die Zertifizierungsgesellschaft ClarCert zertifizierte unser Interdisziplinäres Kontinenz- und Beckenbodenzentrum in Albstadt-Sigmaringen als eines von 70 zertifizierten Zentren in Deutschland 2015 zum ersten Mal.
Wir freuen uns, unseren Patienten einen bescheinigten hohen Qualitäts- und Behandlungsstandard bieten zu können.
Wir erfüllen alle Anforderungen der verschiedenen Fachgesellschaften.
Unser Zentrum hat sich im Lauf der Jahre regional und überregional etabliert und legt seinen Fokus auf den Patienten und die Verbesserung seiner Situation im täglichen Leben.

 
Im Zentrum sind unsere Patienten gut versorgt durch:
  • Beratung und Diagnostik
  • Förderung von Präventivmaßnahmen
  • Konservative Therapie
  • Operative Therapie
  • Fachliche Expertise der kooperierenden Klinik

Auf unsere Kliniken

Frauenklinik des Zollernalb-Klinikums:

Thomas Moser, ltd.Oberarzt - Zentrumsleitung
Dr. Ipek Gedikli, Oberärztin - stv. Zentrumsleitung
Dr. Alina Ratkovic, Oberärztin
Zuzana Francová, Assistenzärztin

 
Klinik für Chirurgie und Koloproktologie des Zollernalb-Klinikums:

Chefarzt Dr. Uwe Markert
Leitender Oberarzt Peter Mohr
 

Klinik für Urologie und Kinderurologie in Sigmaringen:

Chefarzt Dr. Zoltan Varga
Leitender Oberarzt Dr. Kurt Jost


Die Zentrumskoordinatorin ist OÄ Dr. Gedikli in der Frauenklinik in Balingen.

Die drei kooperierenden Fachabteilungen Gynäkologie, Chirurgie und Urologie sind anerkannte Beratungsstellen der Deutschen Kontinenz-Gesellschaft und arbeiten nach den Vorgaben der Arbeitsgemeinschaft Urogynäkologie.
Die Zusammenarbeit von Medizinern, spezialisiertem Pflegepersonal, Physiotherapeuten und Selbsthilfegruppen garantiert höchste Qualität in der Diagnostik und in der Therapie sowie bei der Nachbetreuung.

  • Harninkontinenz  
  • Belastungsinkontinenz
  • Dranginkontinenz (Urge-Inkontinenz)
  • Mischinkontinenz
  • Reflexinkontinenz
  • Überlaufinkontinenz
  • Stuhlinkontinenz
  • Diagnostik bei Harninkontinenz

Wichtig ist, dass die Beschwerden des Patienten genau beschrieben werden. Hierfür steht ein Fragebogen zur Verfügung.

Die Untersuchungen bringen den Patienten

Urogynäkologische Untersuchung:

Bei dieser Untersuchung beurteilt man die äußeren und inneren Geschlechtsorgane. Zusätzlich kann der Urinverlust durch die Harnröhre beim Husten festgestellt und eine Beckenbodenschwäche mit Senkung der Gebärmutter, der Scheide, der Harnblase oder des Darmes erkannt werden.

 

Ultraschalluntersuchung (Sonografie):

Bei der Ultraschalluntersuchung werden die Organe beurteilt und die Blasenhalsbeweglichkeit dargestellt. Die Sonografie ist eine Ergänzung zur klinischen Untersuchung. Bei der Ultraschalluntersuchung wird der Ultraschallkopf im Dammbereich oder am Harnröhrenausgang platziert.

 

Miktionsprotokoll:

Das Miktionsprotokoll ist eine wichtige Hilfe für den Arzt und für den Patienten. Es ermittelt die Form und das Ausmaß der Inkontinenz und ist für den Betroffenen eine Hilfe, wieder die Kontrolle über das Wasserlassen zu erlernen.

 

Weitere bildgebende Untersuchungen:
Urodynamik:

Urinfluss und  Druckmessung in Harnröhre und Blase. Diese Untersuchungen ermöglichen die Erkennung der Ursachen für die Harninkontinenz und die Bestimmung der Harninkontinenzform.

Bei der Zystometrie wird der Blaseninnendruck während der Füllungsphase und während dem Wasserlassen mittels Einführen eines speziellen Katheters gemessen. Dadurch kann die Speicherfunktion der Blase beurteilt werden.

 

Urethrozystometrie:

Die Urethrozystometrie ermittelt die Harnröhrenverschlussfunktion. Dabei wird eine Druckmesssonde in die Harnröhre und Blase eingeführt und der Druck in Ruhe und bei Belastung, wie z. B. Husten, gemessen.

 

Uroflowmetrie:

Die Uroflowmetrie liefert Informationen über die Harnmenge, die pro Zeit während des Wasserlassens ausfließt, sie gibt uns Informationen und Hinweise auf eine gestörte Blasenentleerung.

 

Blasen-/ Harnröhrenspiegelung:

Die Spiegelung von Harnröhre und Blase (Zystoskopie) ist die beste Methode, um Erkrankungen und andere Veränderungen zu erkennen. Dabei wird eine kleine Kamera in die Blase eingeführt und das Bild auf einen Monitor übertragen.

 

Magnetresonanzuntersuchung (MRT):

Diese Untersuchung gibt Auskunft über die Lage der verschiedenen Beckenorgane und kann auch die Bewegungen der Harnröhre und der Blase aufzeichnen. Diese Untersuchung wird nur selten durchgeführt.

 

Defäkografie:

Die Defäkografie ist eine radiologische Untersuchung der Stuhlentleerung. Mithilfe eines Kontrastmittels wird die Motorik der Beckenbodenmuskulatur beurteilt. Die Defäkografie hat in der Diagnostik von Schließmuskeldysfunktionen, bei Stuhlinkontinenz und bei weiteren Dysfunktionen des Beckenbodens eine wichtige Bedeutung.

Therapie

Nicht jede Form von Inkontinenz muss operativ behandelt werden.

  • Beckenbodentraining
  • Östrogene
  • Anticholinergika
  • Duloxetin
  • Biofeedback
  • Elektrostimulation
  • Pessar-Therapie

Therapie

Wenn die konservativen Maßnahmen ohne Erfolg geblieben sind, ist eine Operation indiziert, um ein gutes Ergebnis der Behandlung zu gewährleisten. Um langfristig auch ein gutes operatives Ergebnis zu bewahren, sind bestimmte Verhaltensregeln nach der durchgeführten Operation notwendig. Deshalb bekommt jede Patientin nach der Operation ein ausführliches Abschlussgespräch und die Verhaltensregeln auf dem Nachhauseweg.

  • Retropubisches Band (TVT)
  • Transobturatorisches Band (TVT-O)
  • Operation nach Amreich-Richter
  • Scheidenplastik (Kolporrhaphie / Raffung der geschwächten Scheidenhaut)
  • Netz
  • Operation nach Burch
  • Implacement-Therapie

Kontinenz- und Beckenbodenzentrum

Zollernalb Klinikum Balingen
Tübinger Str. 30, 72336 Balingen
Frauenklinik
1. OG

Sekretariat:
Tel: 07433 9092-2551
Fax: 07433 9092-2555

E-Mail: frauenklinik@zollernalb-klinikum.de