Das Leistungsspektrum

Klinik für Allgemein-, Viszeral- und endokrine Chirurgie

Allgemein- und Viszeral­chirurgie
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Schwerpunkt Endokrine Chirurgie
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Sprechstunden
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Qualität und Zertifizierung
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Inter­disziplinäre Tumorkonferenz
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Klinik

Zertifiziertes Darmkrebszentrum
Leitung: CA Dr. med. Uwe Markert

Zertifiziertes Beckenbodenzentrum
Leitung (chirurgisch): ltd. OA Peter Mohr

 

Dieser Bereich umfasst alle Eingriffe der chirurgischen Grund- und Notfallversorgung, aber auch Eingriffe aller Schweregrade im Organbereich. 

Hierzu gehören neben den Standardeingriffen (Cholezystektomie = Gallenblasenentfernung, Appendektomie = Blindarmoperation, Hernienversorgung = Bruchoperationen) auch alle großen viszeralchirurgischen (bauchchirurgischen) Operationen. Dies umfasst auch alle großen onkologischen Operationen (Eingriffe bei bösartigen Erkrankungen) an Schilddrüse, Magen, Leber, Bauchspeicheldrüse, Dünn- und Dickdarm (Kolon und Rektum). Einen besonderen Schwerpunkt stellt hier das seit nunmehr im 10. Jahr zertifizierte Darmkrebszentrum dar (s. a. Zertifizierung: Darmkrebszentrum).

Der minimalinvasiven Behandlung (=Schlüssellochtechnik) gutartiger (Divertikulitis, Kolitis, Kolonpolypen) und bösartiger Darmerkrankungen sowie von Erkrankungen im Bereich von Magen, Milz, Leber und Nebennieren kommt in unserer Klinik mit über 1000 Eingriffen/Jahr ein besonderer Stellenwert zu. Durchgeführt werden in dieser Technik unter anderem

  • Entfernung der Gallenblase
  • Blinddarmentfernung (Appendektomie)
  • Verwachsungslösung (Adhäsiolyse)
  • Hernienchirurgie (s. dort)
  • diagnostische Laparoskopie
  • Dickdarmchirurgie bei gut- und bösartigen Erkrankungen
  • Behandlung von M. Crohn und Colitis ulzerosa
  • Nebennierenoperationen (s. endokrine Chirurgie)
  • Eingriffe an Milz, Leber, Magen und Bauchspeicheldrüse
  • Minimal-invasive Thoraxchirurgie

 

Einen besonderen Schwerpunkt stellt mit ca. 400 Eingriffen/Jahr die Hernienchirurgie (Bruchoperation) dar.

Versorgt werden

  • Bauchwandbrüche und Narbenbrüche (offen oder minimal-invasiv mit und ohne Netzverstärkung)
  • Leisten- und Nabelbrüche (offen oder minimal-invasiv mit und ohne Netzverstärkung)
  • Zwerchfellbrüche (offen oder minimal-invasiv mit und ohne Netzverstärkung)

Operationen im Brustraum (Thoraxchirurgie)
  • Eingriffe an der männlichen Brustdrüse bei benignen Erkrankungen. Bösartige Mammatumoren des Mannes werden in Zusammenarbeit mit dem Brustzentrum der gynäkologischen Klinik behandelt.
  • Behandlung gutartiger Lungenerkrankungen: Erkrankungen wie der Spontanpneumothorax sowie unfallbedingte Verletzungen der Lunge und der Brustwand (Blutungen) oder das Auftreten von Emphysemblasen (Bullae, führen u.a. zu dauerhafter Atemnot) und die Abklärung von Knoten in der Lunge lassen sich heute in den meisten Fällen schonend über eine Spiegelung des Brustraumes (Thorakoskopie) behandeln. Eine belastende Eröffnung des Brustraumes kann dadurch meist vermieden werden.
  • Behandlung von Lungenmetastasen: Die Absiedlungen bösartiger Tumore in der Lunge (Lungenmetastasen) können auf verschiedene Weise behandelt werden. Neben der offen-chirurgischen Entfernung kommt bei uns bei geeigneten Patienten auch die minimal-invasive Operationstechnik (Thorakoskopie) zum Einsatz. Sollte eine operative Entfernung der Metastasen nicht mehr möglich sein, können PatientInnen auch von der Thermoablation einzelner Metastasen profitieren. Diese Technik kann an der Lunge meist ohne Operation eingesetzt werden (CT-gesteuerte Thermoablation in Narkose)
  • Behandlung von bösartigen Lungentumoren: Primäre (in der Lunge entstandene) bösartige Tumore werden bei uns im Frühstadium meist in minimal-invasiver Operationstechnik entfernt. In fortgeschrittenen Fällen kooperieren wir in der Behandlung nach Durchführung aller notwendigen Voruntersuchungen („Staging“) über unsere interdisziplinäre Tumorkonferenz mit Lungenspezialkliniken.

Klinik

Die endokrine Chirurgie beschäftigt sich mit der operativen Behandlung von Erkrankungen der hormonbildenden Organe. Im Vordergrund stehen hier Erkrankungen der Schilddrüse, der Nebenschilddrüsen ebenso wie Erkrankungen der Nebennieren oder der Bauchspeicheldrüse. Unterstützt wird die Chirurgie hierbei durch die enge Zusammenarbeit mit unserer Endokrinologin Fr. Dr. Backwinkel (Spezialistin für hormonbedingte Erkrankungen).

 

1. Schilddrüse und Nebenschilddrüsen

Typischerweise kommen bei diesen Operationen in unserer Klinik Lupenbrille und Neuromonitoring zum Einsatz.

Alle typischen Schilddrüsenerkrankungen (Struma (Kropf), Überfunktion, Unterfunktion, M. Basedow, M. Hashimoto etc.) sowie das gesamte Spektrum der bösartigen Schilddrüsenerkrankungen werden in unserem Klinikum behandelt.  Eine besonders enge Zusammenarbeit im Rahmen der Diagnostik, aber auch der Therapie besteht mit der nuklearmedizinischen Abteilung unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. Bitzer und der ltd. OÄ Dr. Heidrun Moron. Neben den typischen Schilddrüsenoperationen (komplette Organentfernung, Teilentfernungen oder Knotenausschälung) bieten wir auch verschiedene minimalinvasive Therapieverfahren an.

Die Ärzte der Klinik verfügen zudem über eine große Erfahrung in der Nebenschilddrüsenchirurgie. Alle denkbaren Eingriffe an den Nebenschilddrüsen:  (einschließlich Kryokonservierung und Autotransplantation) werden angeboten.

 

2. Bauchspeicheldrüse

Operationen an hormonbildenden Tumoren der Bauchspeicheldrüse:

Der Chefarzt der Klinik führt mit seinen Mitarbeitern  jedes Jahr eine große Zahl von Operationen an der Bauchspeicheldrüse durch. Hierzu gehören auch Eingriffe bei den seltenen hormonbildenden Tumoren des Pankreas (z. B. Insulinom, Gastrinom etc.).

 

3. Operationen an hormonbildenden Tumoren und bösartigen Tumoren der Nebennieren:

  • Angeboten werden in unserer Klinik alle laparoskopischen und offenen Eingriffe an den Nebennieren von der Enukleation kleiner Tumoren bis zu ausgedehnten Krebsoperationen unter Mitentfernung von Nachbarorganen. Bei der Therapie von Nebennierenkrebspatienten arbeiten wir eng mit dem Europäischen Nebennierentumor-Netzwerk ENSAT (Würzburg) zusammen. (Markert U, Roblick UJ, Schimmelpenning H, Bruch H-P (1998) Dieretroperitoeoskopische Adrenalektomie. Minimal Invasive Chirurgie 1998;7(1): 21-25))

Klinik für Allgemein-, Viszeral- & endokrine Chirurgie

CHEFARZT
Dr. med. Uwe Markert
Chirurg, Viszeralchirurg, spezieller Viszeralchirurg, Gefäßchirurg
Friedrichstraße 39
D-72458 Albstadt
Fon: 07431 99-1300
Fax: 07431 99-1311
uwe.markert@zollernalb-klinikum.de

 

Beruflicher Werdegang
  • 1999 Anerkennung der Schwerpunktbezeichnung „Gefäßchirurgie“
  • 2000 Ernennung zum Leitenden Oberarzt und Stellvertreter des Direktors der Klinik für Chirurgie des Universitätsklinikums Lübeck
  • 2000 Ermächtigung zur Weiterbildung im Fach „Gefäßchirurgie“
  • 1998-2000 Assistent der Schriftleitung der Zeitschrift „Minimal-invasive Chirurgie“
  • 2003 Wahl zum Chefarzt der Chirurgischen Klinik in Albstadt
  • Ermächtigung zur Weiterbildung 2 Jahre „common Trunk“-Chirurgie, 6 Jahre „Facharzt Chirurgie alt“ und 4 Jahre „Viszeralchirurgie“
  • Mitglied der Kommission zur Qualitätssicherung „Sonographie“ der KV BW
  • Prüfer in den Fächern „Viszeralchirurgie“ und „spezielle Viszeralchirurgie“ bei der Ärztekammer Reutlingen
  • Teamleiter im Peer-Review-Verfahren beim IQM (initiative Qualitätsmedizin)

Mitgliedschaft in Fachgesellschaften

  • Deutsche Gesellschaft für Chirurgie
  • Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie
  • Deutsche Gesellschaft für Viszeralchirurgie
  • Bund Deutscher Chirurgen (BDC)
  • Vereinigung Norddeutscher Chirurgen
  • Vereinigung Mittelrheinischer Chirurgen
  • Gesellschaft der Freunde und Förderer der Universität zu Lübeck e.V.
  • Medizinische Gesellschaft zu Lübeck

Qualitätssicherung:

Als operativ tätige Klinik nahmen wir an einer Vielzahl interner und externer Qualitätssicherungsmassnahmen teil:

  • IQMInitiative Peer-Review-Verfahren (https://www.initiative-qualitaetsmedizin.de/qualitatsmethodik/peer-review/)
  • Gesetzliche §137 SGB V (zur Zeit Gallenblasenchirurgie)
  • 2x/Jahr internes QSAudit
  • Durchführung von regelmäßigen Qualitätszirkeln sowie M&MKonferenzen

Ein weiterer Pfeiler der Qualitätssicherung ist die kontinuierliche Wissensentwicklung in einer Klinik. Daher nehmen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller Berufsgruppen jedes Jahr an einer Vielzahl hausinterner, aber auch externer Weiterbildungen teil, um den Wissensstand der Abteilung stets auf dem höchsten Stand zu halten.

 

Zertifizierungen:

Zertifizierungen dienen zum einen dem Nachweis erbrachter Leistungen auf hohem Niveau, zum anderen aber auch durch die jährlich erforderlichen Leistungskontrollen der Qualitätssicherung. Für unsere chirurgische Klinik sind hier zu nennen.

  • DINISO-Zertifizierung 9001-2015
  • Zertifizierung als Darmkrebszentrum seit 2009 (Hauptabteilung und Leitung): über 100 neuerkrankte PatientInnen werden hier pro Jahr stationär und ambulant auf höchstem Niveau interdisziplinär versorgt und über Jahre hinweg weiterbetreut.
  • Hauptabteilung des Beckenbodenzentrums (zusammen mit der Gynäkologie Balingen und der Urologie Sigmaringen):
  • Kooperationspartner im regionalen TraumaZentrum: Versorgung von Organverletzungen bei Polytraumatisierten.

Allgemeine Sprechstunde

Tgl. 09:00-12:00 und  Mo, Di, Do 14:00-16:00 Uhr

Terminvereinbarung: Tel.: 07431/99 1301

 

Notfallambulanz:

Tgl. 00:00 – 24:00 Uhr

Tel.: 07431/99 0 oder 07431/99 1308

 

Privatsprechstunde CA Dr. med. Markert

Mo, Di, Do 14:00-17:00 und nach Vereinbarung

Terminvereinbarung: Tel.: 07431/99 1301

 

Tumorsprechstunde/Nachsorge

CA Dr. med. Uwe Markert

Di und Do 08:00 – 09:00 Uhr und nach Vereinbarung

Terminvereinbarung: Tel.: 07431/99 1301

 

Proktologische Sprechstunde OA Mohr

Mo 10:00-12:00 Uhr, Mi 14:00-16:00  Uhr

Terminvereinbarung: Tel.: 07431/99 1301

 

Oberarztsprechstunde, Indikationssprechstunde

Sprechstunde für wiedereinbestellte Patienten, poststationäre Behandlung und komplexe Fälle, Vorstellung von Patienten zur Indikationsstellung

Tgl. 09:00-12:00

 

Sprechstunde „Endokrine Chirurgie“

Mo und Do 13:00-15:00 und nach Vereinbarung

Terminvereinbarung: Tel.: 07431/99 1301

 

Interdisziplinäre Tumorkonferenz

Alle Krebspatienten der chirurgischen Klinik werden wöchentlich in einer interdisziplinären Tumorkonferenz in Zusammenarbeit mit anderen Fachrichtungen (Radiologie, Gastroenterologie, Onkologie, Strahlentherapie (Univ. TÜ), Pathologie (Univ. TÜ), Nuklearmedizin, Immunologie, Humangenetik, Gynäkologie) besprochen. Im Rahmen dieses Tumorboards werden fachübergreifend die Behandlungsmöglichkeiten unserer Patienten diskutiert und es wird für jeden Patienten individuell ein Therapiekonzept erstellt, das sich an den aktuellen Leitlinien und den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen orientiert. Das gemeinsame Festlegen von Behandlungsstrategien und die Rückmeldungen über Krankheitsverläufe garantiert unseren Patienten  eine optimale Beratung aus Sicht aller Fachrichtungen und bietet  einen positiven Fort- und Weiterbildungseffekt für die beteiligten Ärzte.

Die Ergebnisse der Konferenz werden den weiterbehandelnden Ärzten umgehend schriftlich zur Verfügung gestellt und mit den Patienten persönlich kommuniziert. Die letztendliche Entscheidung über die Behandlung treffen natürlich Sie als Patient. Das System der Tumorkonferenz garantiert Ihnen dabei als Entscheidungsgrundlage die optimale Information von allen beteiligten Fachrichtungen.

Selbstverständlich können auch niedergelassene Kollegen ihre Patienten mit speziellen Fragestellungen vorstellen und auch an der Konferenz teilnehmen. Die Anmeldung kann über das Sekretariat unserer Tumorkonferenz erfolgen.

Frau Sandra Lewerenz
Frau Stefanie Grudke 
Fon: 07431 99-1315

 

Zweitmeinung

Aufgrund der immer komplexer werdenden Behandlungsmöglichkeiten vor allem bei bösartigen Erkrankungen benötigen viele Patienten Unterstützung bei der Entscheidungsfindung. Diese sollte sich nach unserer Meinung auf neueste wissenschaftliche Erkenntnisse stützen, aber auch die individuellen Wünsche und Probleme sowie die aktuelle Lebenssituation der/des Betroffenen berücksichtigen. Daher bieten wir interessierten Patienten und deren Familien gerne die Möglichkeit an, eine Zweitmeinung einzuholen. Hierzu können Sie sich gerne in unserer Chefarztsprechstunde anmelden (s.u.). Bitte bringen Sie alle bis dahin erhobenen Befunde zum Beratungsgespräch mit.

Im Rahmen unseren zertifizierten Darmkrebszentrums nehmen wir am Zweitmeinungsverfahren teil und bieten allen Darmkrebspatienten gerne die Gelegenheit, sich mit Fragen an uns zu wenden.

Termine in CA-Sprechstunde über Frau Sauter (07431 99-1301)