Zollernalb Klinikum

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06. Juni 2026

Anlässlich des bundesweiten Tags der Organspende am 6. Juni informiert das Zollernalb Klinikum über die Bedeutung der Organspende und möchte dazu ermutigen, sich frühzeitig mit dem Thema auseinanderzusetzen. Ziel ist es, Menschen dazu zu bewegen, eine persönliche Entscheidung zur Organspende zu treffen, diese zu dokumentieren und mit Angehörigen offen darüber zu sprechen. Eine klare Willensbekundung kann Angehörige im Ernstfall entlasten und Leben retten.

„Organspende kann Leben retten. Umso wichtiger ist es, dass sich möglichst viele Menschen mit dem Thema auseinandersetzen und ihre persönliche Entscheidung festhalten“, so der Transplantationsbeauftrage Arzt des Zollernalb Klinikums Jan Krumpa, Oberarzt für Anästhesiologie und Intensivmedizin.

Trotz eines leichten Anstiegs der Organspendezahlen bleibt die Situation in Deutschland weiterhin angespannt: Im Jahr 2025 haben bundesweit 985 Menschen nach ihrem Tod Organe gespendet. Gleichzeitig warten weiterhin mehr als 8.000 schwer kranke Patientinnen und Patienten auf eine Organtransplantation. Beispielhaft konnte im Zollernalb Klinikum im Jahr 2024 als auch im Jahr 2025 jeweils 1 Organspende realisiert werden.

Ein zentrales Problem bleibt die fehlende Dokumentation des persönlichen Willens. Liegt keine Entscheidung der potenziellen Spenderin oder des potenziellen Spenders vor, müssen Angehörige häufig unter großer emotionaler Belastung stellvertretend entscheiden. Wichtig ist vor allem, dass die persönliche Haltung festgehalten und Angehörigen bekannt ist

„Deshalb möchten wir alle Menschen ermutigen, sich mit dem Thema Organspende auseinanderzusetzen, eine informierte Entscheidung zu treffen und diese auch zu dokumentieren – beispielsweise in einem Organspendeausweis, einer Patientenverfügung oder der Vorsorgevollmacht, und insbesondere auch im Organspende-Register“, so Jan Krumpa weiter, „denn dieses wird vor jeder anstehenden Organspende von uns abgefragt“.