Im Mittelpunkt des Vortrags stand die Bedeutung einer realistischen und ehrlichen Bestandsaufnahme: Wo stehen wir als Gesellschaft aktuell, welche Ressourcen sind vorhanden, was wird benötigt und wie lassen sich daraus sinnvolle Vorbereitungsschritte ableiten? Prof. Friemert machte deutlich, dass eine wirksame Krisenvorsorge vor allem auf klar definierten Prozessen, angepassten Abläufen und der Fähigkeit beruht, vorhandene Kompetenzen gezielt abzurufen.
Besonders spannend war der offene Austausch zwischen den Teilnehmenden. Er trug dazu bei, für das Thema weiter zu sensibilisieren und den Blick auf das Wesentliche und Notwendige zu richten, um auch unter außergewöhnlichen Bedingungen funktionsfähig zu bleiben.
Neben Fach- und Führungskräften des Zollernalb Klinikums nahmen auch Herr Landrat Pauli sowie Mitglieder des Kreistags, des Rettungsdienstes und der Feuerwehr an der Veranstaltung teil. Das Zollernalb Klinikum setzt sich bereits intensiv mit der Vorbereitung auf mögliche Krisensituationen auseinander und sieht sich durch die Impulse des Vortrags auf diesem Weg bestärkt.
Ein wichtiger Bestandteil dieses Engagements ist die Mitgliedschaft in der „Klinikübergreifenden Sicherheitskonferenz Baden-Württemberg e. V.“ (klüsiko | bw). Der gemeinnützige Verein ist ein freiwilliger Zusammenschluss baden-württembergischer Krankenhäuser unterschiedlicher Versorgungsstufen und Trägerschaften. Entsprechend der Wichtigkeit der Thematik arbeitet die klüsiko | bw seit Oktober 2025 eng mit dem Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg zusammen. Ziel ist es, das öffentliche Gesundheitswesen sowie den Zivil- und Katastrophenschutz nachhaltig zu stärken.