„Eine zentrale Lungenembolie ist eine akute, lebensbedrohliche Situation, bei der sonst meist eine Lysetherapie eingesetzt wird“, erklärt Dr. Jorbenadze. Seit rund drei Jahren steht mit der mechanischen Thrombektomie jedoch ein neues, schonenderes Verfahren zur Verfügung: Dabei wird das Blutgerinnsel minimalinvasiv direkt aus den zentralen Lungenarterien abgesaugt. Der Eingriff erfolgt unter Bildgebung im Herzkatheterlabor und kann Patienten das Leben retten.
Dr. Jorbenadze bringt die notwendige Expertise aus seiner Zeit am Klinikum Stuttgart mit – dort hatte er das Verfahren bereits regelmäßig angewendet. Nun wurde die Therapie am Zollernalb Klinikum zum ersten Mal erfolgreich eingesetzt. „Die Patientin hat den Eingriff sehr gut überstanden, es gab keinerlei Komplikationen“, berichtet der Chefarzt. Die 73-jährige Karin Mühle aus dem Zollernalbkreis zeigte sich nach dem Eingriff sehr erleichtert und dankbar.
Mit dem Ausbau der kardiologischen Therapiemöglichkeiten um die mechanische Thrombektomie bietet das Zollernalb Klinikum nun ein weiteres hochmodernes Verfahren zur Behandlung lebensbedrohlicher Gefäßverschlüsse an – ergänzend zu den bereits etablierten Eingriffen wie MitraClip, TriClip, TAVI sowie komplexen Koronarinterventionen.
Mit der erfolgreichen Einführung der mechanischen Thrombektomie bestätigt das Zollernalb Klinikum einmal mehr seine Rolle als leistungsstarkes Zentrum der Notfall- und Spitzenmedizin im ländlichen Raum.