Der Eingriff wurde von Chefarzt der Kardiologie, Dr. med. Dr. h.c. Rezo Jorbenadze, durchgeführt. Die Interventionszeit – von der Gefäßpunktion bis zur Naht – betrug lediglich 1 Stunde und 25 Minuten. Der 83-jährige Patient wurde am Vortag aufgenommen und bereits am Freitag wieder nach Hause entlassen – mit deutlich verbesserter Herzfunktion, spürbar besserer Luftzufuhr und einer optimierten Lebensqualität.
„Dieser Eingriff markiert den Beginn einer neuen Ära in der kardiologischen Versorgung unserer Region“, so Dr. Jorbenadze. „Patienten müssen für solche spezialisierten Eingriffe nun nicht mehr in weit entfernte Universitätskliniken wie Tübingen, Freiburg oder Stuttgart reisen – wir bringen die universitäre Kardiologie zu den Menschen aufs Land.“
Das MitraClip-Verfahren wird international bereits seit rund 18 Jahren erfolgreich eingesetzt. Dr. Jorbenadze verfügt über umfangreiche Erfahrung mit dieser Methode: Zwischen 2018 und 2021 führte er diese Eingriffe am Universitätsklinikum Tübingen durch, anschließend bis März 2025 regelmäßig am Klinikum Stuttgart, einem Haus der Maximalversorgung. Nun wurde dieses hochspezialisierte Verfahren dauerhaft im Zollernalb Klinikum etabliert – ein großer Gewinn für die regionale Patientenversorgung.
Der erste Patient, bei dem der minimalinvasive Eingriff erfolgreich durchgeführt wurde, heißt Friedrich Messmer und stammt aus Burladingen. Er zeigt sich rundum zufrieden mit der Behandlung am Zollernalb Klinikum und dem Team um Chefarzt Dr. Rezo Jorbenadze. „Ich bin sehr dankbar für die hervorragende medizinische Betreuung und das menschliche Miteinander – ich habe mich vom ersten Tag an in guten Händen gefühlt“, so Messmer. Am vergangenen Freitag konnte er wie geplant nach vier Tagen in gutem Zustand entlassen werden.
Eine undichte Mitralklappe kann zu Atemnot und eingeschränkter Belastbarkeit führen – die erfolgreiche minimalinvasive Reparatur bringt vielen Betroffenen spürbare Erleichterung und eine bessere Prognose, ohne die Belastungen einer offenen Operation.