Geschichte des Krankenhauses Balingen

Ende der achtziger Jahre des 19. Jahrhunderts hat das damalige Oberamt Balingen ein notwendiges aber sehr bald viel zu kleines Krankenhaus errichtet, dass seinen patriarchalischen Charakter, wie in der damaligen Festschrift erwähnt, dann bewahrt hat.

 

Ursprünglich waren es nur 30 Betten, die unter Inanspruchnahme aller Möglichkeiten von  Notlösungen, schließlich auf  70 erweitert wurden. So ist die Krankenversorgung im Jahr 1938 dem Landkreis ein wichtiges Anliegen geworden, zumal der damalige neugebildete Kreis circa 90.000 Einwohner hatte und ihm nur dieses Krankenhaus in Balingen und das der Stadt Ebingen mit rund 115 Betten zur Verfügung stand.

Als man nach der Währungsreform wieder einigermaßen sicheren Boden unter den Füßen hatte, wurde das alte Problem eines Neubaus oder Erweiterungsbaus in Balingen wieder aufgeworfen. Es war vorauszusehen, dass ein starker Flüchtlingsstrom die Einwohnerzahl des Kreises erheblich vermehren würde. Am 20. Juli 1950 hat der Kreistag den Grundsatzbeschluss gefasst, zunächst das Kreiskrankenhaus in Balingen durch einen Neubau zu erweitern. Bereits damals war ein zweiter Bauabschnitt vorgesehen, der dann in etwas abgeänderter Form erst 1977 realisiert wurde. Das alte Krankenhaus konnte nicht aufgegeben werden, da der oben erwähnte zweite Bauabschnitt nicht finanzierbar war. Am 5. Juni 1954 hat der damalige Landrat Römer den 115 Krankenbetten umfassenden Neubau eröffnet. 

Bereits im Laufe des Jahres 1952 ergab sich die Möglichkeit die Schwesternschule des Mutterhauses der Olgaschwestern in Stuttgart hier zu etablieren. Der Landkreis Balingen errichtete ein Schul- und Wohngebäude für 20 Schülerinnen. Seit dieser Zeit wird die Ausbildung zu Krankenschwester/ -pflegern am Kreiskrankenhaus Balingen betrieben. 
 
Im Jahre 1968 wurde ein großes Personalwohnheim errichtet und der Neubau einer Krankenpflegeschule im Jahre 1973 schloss sich an. Der technische Fortschritt der Medizin, Leistungsausdehnungen und qualitative Verbesserungen in der Diagnostik und Therapie forderten die Ausweitung der räumlichen Verhältnisse im Funktionsbau und im Krankenbettenbereich.
Am 26. April  1976 hat der Kreistag den Anbau eines Funktions- und Bettentraktes beschlossen. Ende 1980 konnte der Erweiterungsbau in Betrieb genommen werden. Moderne 3-Bett-Zimmer, neugeschaffene Entbindungs-, Operations-,  Ambulanz-, und Röntgenräume waren neben großen technischen Einrichtungen geschaffen. Im Jahre 1984 und 1985 wurden die 4-Bett-Zimmer umgebaut und mit Nasszellen versehen. 
 
Im ehemaligen alten Krankenhaus - Backsteingebäude - wurde die Krankenhauszentralapotheke untergebracht. Von dort aus werden die Kliniken des Zollernalbkreises beraten und mit Medikamenten versorgt. 
 
Das Krankenhaus Balingen ist ein Haus der Basisversorgung mit den Fachdisziplinen Anästhesie/Intensivmedizin, Zentralradiologie, Unfallchirurgie und Orthopädie sowie den Belegabteilungen HNO und Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie. Das Zollernalb Klinikum (Balingen, Albstadt) erfüllt umfassend den Versorgungsauftrag des Landes Baden-Württemberg.

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